Blog

Am Rande der Gesellschaft-inmitten von Abhängigkeit und Verzweiflung (Teil II)

So watschle ich also ein weiteres Mal zum Jobcenter und warte im Wartebereich. Ratet mal, wer mal wieder aufgeregt war? Richtig ich; konnte gar nicht ruhig im Wartebereich sitzen und warten. Als ich mich umdrehte, weil ich eine für mich bekannte Stimme hörte, fiel mir auf, dass ein „Bekannter“ ebenfalls dort wartete. Er schien angespannt zu sein, was wohl auch erklären würde, weshalb er mir nur ein flüchtiges „Hallo“ zurief. Nicht mal ein freundliches Lächeln konnte er aufsetzen. Naja. Ich vertrieb mir dann die Zeit damit, in dem ich all meine Unterlagen noch einmal durchlas, ein weiteres Mal umsetzte und mich dann wieder zurück zu meinem alten Sitzplatz im Wartebereich begab. Auf einmal ging eine Tür auf. Zu sehen waren mein „Bekannter“ und ein Sachbearbeiter. Lautstark fing der Bekannte an zu streiten und dem Jobcenter Vorwürfe zu machen. Er wurde immer und immer lauter, so dass der für ihn zuständige Sachbearbeiter die Hände vor sich hielt, um ihn zu beruhigen. Alle Türen in diesem Gang öffneten sich in Windeseile und die anderen Sachbearbeiter stellten sich schützend vor ihre Türen. Es wurde lauter, er schrie sich förmlich die Seele aus dem Leib, und dann passierte es, mein Bekannter verlies einfach so das Gebäude! Die anderen Sachbearbeiter erkundigten sich, ob alles in Ordnung sei. Sie vergewisserten sich, dass es allen gut ging und betraten ihr Zimmer wieder. Kurze Zeit später kam mein Bekannter wieder und schloss hinter sich die Türe seines Sachbearbeiters. Wenige Minuten vergingen, die Tür öffnete sich und er entschuldigte sich lautstark bei seinem Sachbearbeiter.

Daraufhin öffnete sich eine andere Türe und ich stand im Zimmer der ehemaligen Sachbearbeiterin meiner Mutter. Wir waren beide etwas verwirrt. Immerhin war sie für die über 25 Jährigen zuständig. Im System war aber vermerkt, dass ich heute einen Termin mit ihr hätte. Jedoch überschritt das ihren Zuständigkeitsbereich. Deshalb versuchte sie einen anderen Sachbearbeiter zu kontaktieren, der ihr dann Auskunft darüber gab, wer für mich zuständig sein könnte Gesagt getan, ein Anruf und ich fuhr zu meinem Sachbearbeiter, der an diesem Tag in einem anderen Gebäude am anderen Ende der Stadt war. Hin und her, wir haben uns wirklich gut verstanden. Deshalb bemühte er sich außerordentlich mir in meiner Situation zu helfen. Er hielt ein bestimmtes Programm für die beste Lösung. Es klang interessant, weswegen ich zustimmte.

Der Fernsehauftritt

Wir gingen gemeinsam meine Hobbies durch, als er mir davon berichtete, dass das örtliche Fernsehen noch neue Moderatoren sucht. Da ich blogge und auch viel in social Media aktiv bin, bot er mir an, zu einem offenen Tag zu gehen, um mir alles mal anzusehen. Als ich dann fragte, an wen ich mich wenden müsste, offenbarte er mir, dass es er sei. Mein persönlicher Ansprechpartner war für dieses Format in meinem Kreis zuständig. Deshalb konnte er mir noch viel mehr darüber erzählen und bot mir einen eigenen Kanal an, auf dem ich machen könne, was ich möchte; ein Kanal, bei dem ich mich komplett austoben könnte, bzw. mit live cooking etc.

Ich fühlte mich geschmeichelt und gab vor, mir all das einmal durch den Kopf gehen zu lassen. Selbstverständlich wusste ich, dass das die Chance für mich sein könnte, Vinkerbell an den Mann zu bringen, mehr Menschen zu erreichen, live zu kochen und neue Menschen vom Veganismus zu überzeugen. Mega Chance, oder? Ich weiß nicht so recht. Immerhin ist der zuständige Leiter dieses Formates auch gleichzeitig mein persönlicher Ansprechpartner.

Erinnert ihr euch noch, als ich in Teil I davon erzählte, dass ich Privates und Geschäftliches strikt voneinander trenne? Eben, meine Einstellung würde mir hier zum Verhängnis werden. Würde ich das nun ignorieren und mich darauf einlassen, würde ich mir selbst nicht mehr treu sein. Grenzen sind das A und O in einer zwischenmenschlichen Beziehung. Manchmal neige ich dazu, diese unbewusst oder auch bewusst zu überschreiten. Woran das liegt? Na weil ich meine Grenzen nicht wahre. Ich ignoriere sie meist und lasse zu, dass andere das bei mir ebenfalls machen. Dadurch nehme ich die Grenzen anderer auch nur noch verschwommen wahr und das wiederum wird mir zum Verhängnis. Deshalb möchte ich Privates und Geschäftliches strikt voneinander trennen, um den Schaden, den ich zwar mittlerweile nicht mehr allzu oft anrichte, so gut wie es geht zu minimieren. Klingt das logisch? Für mich schon! Wie ihr hier vielleicht jetzt bemerkt, bin ich ein Kopfmensch, der sich jedoch oft noch von seinen Impulsen leiten lässt, Impulse und nicht Gefühle/ Bauchgefühl. Impulse, die ich nicht im Zaun halten kann, so bald das Fass überläuft. Ein Impuls, der das Weite sucht, damit ich mich besser fühle. Dieser Impuls fühlt sich meist so extrem und unerträglich an, dass ich es selbst kaum ertragen kann. Ob das mit meiner psychischen Erkrankung zusammenhängt? Ein ganz klares JA von mir! Um mit meiner Situation besser zurechtzukommen, greife ich zu solchen Mitteln, wie die strikte Trennung von Privatem und Geschäftlichem.

Das Programm

Ich stimmte dem Programm zu und ging mit dem Flow. Alles ging ruckzuck. Mein persönlicher Ansprechpartner war so begeistert, dass er direkt in der für mich zuständigen Zentrale anrief, um mich in dem Programm unterzubringen. Da er noch etwas gut bei den Damen des Programms hatte, überzogen sie ihre Aufnahmezeit der neuen Mitglieder und baten mich, direkt im Anschluss noch vorbeizukommen. Ich war schlichtweg begeistert. Hey, endlich hatte sich ein Mensch richtig in etwas hineingekniet. Dass ich jetzt und sofort alles in die Wege leiten konnte, war mir mehr als nur recht. Immerhin hätte ich dann alles vom Tisch, stimmts? Genau das dachte ich mir nämlich ebenfalls. Das besagte Programm hieß „Aktiv“ und hörte sich auf den ersten Blick für mich gut an. So bedankte ich mich für das ausführliche Gespräch bei meinem persönlichen Ansprechpartner und machte mich direkt auf den Weg. Die Fahrt dauerte gut 40 Minuten, zumal ich Dussel mich auch einmal verfuhr.

Angekommen betrachtete ich das Gebäude, ging die Treppen hinauf in den zweiten Stock und wartete, bis ich hineingebeten wurde. Ich hörte viele verschiedene Stimmen. Links von mir war ein Flyer-Ständer angebracht. Alles mögliche war dort zu finden, von Drogenabhängigkeit bis hin zur Psychotherapie. Der Vorraum bestand aus zwei Fenstern, ein paar Zimmerpflanzen und drei Stühlen. Irgendwie stand auch hier die Luft wieder. Naja. Eine Dame winkte mich herein und bot mir einen Platz vor zwei Pulten an. Ich setzte mich, packte meine Unterlagen aus und begutachtete den Raum, in dem ich nun saß. Verschiedenste Informationen wurden mir abverlangt, damit ich teil des Aktiv-Programms sein konnte. Es war ziemlich einfach, die Damen von mir zu überzeugen. Schon allein, dass ich eine Bewerbung, Lebenslauf und Zeugnis dabei hatte, begeisterte sie. Als ich dann noch hinzufügte, dass ich keine Kinder habe und einen Führerschein plus eigenen Fahruntersatz besitze, waren die zwei ganz aus dem Häuschen. Sie applaudierten förmlich in ihren Köpfen und sagten mir, dass sie so wundervolle Nachrichten schon lange nicht mehr gehört hätten. Sie gaben mir zu verstehen, dass die meisten Teilnehmer dieses Programms weder Arbeit, noch einen Führerschein besäßen und Kinder hätten. Zudem sollen einige nicht einmal die deutsche Sprache beherrschen. Aus diesem Grund, sagte die Dame links von mir, dass ich eigentlich schon direkt ab Montag mit dem Aktiv-Programm anfangen könnte und dass mich Arbeitgeber mit offenen Armen aufnehmen würden.

Wir gingen meine Hobbies durch, meine Wünsche für die berufliche Zukunft, als sie mich darauf aufmerksam machte, dass sie mir nicht mit einem medizinischen oder sozialen Beruf dienen könnte.

Denn dieses Programm wäre für junge Erwachsene, die Interesse an einer industriellen Karriere hätten. Das wiederum warf mich nicht gerade vom Hocker. Nein ehrlich, das ist ja mal so gar nicht das, was ich mir vorgestellt hatte. Was soll ich bitte in einer Firma machen, in der es um Verpackungen geht? Das ist genau so wenig was für mich, wie ein Bürojob nur vor dem Computer.

Immerhin bin ich redegewandt, offen, herzlich und suche die Nähe zu anderen Menschen. Würde ich in einem Büro arbeiten oder am Fließband, würde ich eingehen wie eine Blume. Ich will aufblühen und nicht verwelken.

Die Begeisterung verließ mich ein weiteres Mal, als ich in die Unterlagen des Programms hineinsah. Aktiv stand für “ A rbeitslose k aufmännisch t rainieren i nformieren, v ermitteln“.

Lerninhalte sind folgende :

  • Textverarbeitung in der EDV
  • Büro und Arbeitsorganisation
  • Auftrags-und Rechnungsbearbeitung
  • Personalwirtschaft
  • Rechnungswesen
  • Lager und Logistik
  • Marketing
  • Allgemeinbildene Fächer
  • Alles ums Thema Gesundheit und Fitness

Umm? Was ist das? Meine Gedanken wurden unterbrochen, als ein junger Herr das Zimmer, betrat um sich abzumelden. Die Damen schienen sichtlich genervt davon zu sein, so dass die linke Dame sagte :“ Du möchtest dich schon wieder abmelden? Warum? Was ist denn jetzt wieder?“. Ich erwischte mich selbst dabei, wie ich die Augen verdrehte und mich wieder auf das Informationsblatt konzentrierte. Was soll ich sagen, mir verging die Lust an diesem Programm. Das war nicht das, was ich wollte. Von all dem wusste ich nichts, bis ich diesen Wisch bekommen habe.

Mein Kopf war voll. Der Tag war anstrengend. So eine Fahrerei, so viel Gerede und Information, die ich erst einmal verarbeiten musste. Nichts destotrotz war ich jetzt angemeldet. Ab Montag sollte es für mich losgehen. Mit Chaos im Kopf setzte ich mich in mein Auto und fuhr los, machte mich auf den Weg nach Hause.

Der Tag danach

Eine Nacht über gefallene Entscheidungen zu schlafen ist immer eine gute Idee. Außerdem wollte ich die Meinung meiner Familie noch einholen, bevor ich am Montag das Programm antreten würde. Sprich, ich weihe meine Großmutter und Mutter immer ein und hole mir ihre Meinungen dazu. Sie waren wie ich etwas verwirrt von der Tatsache, dass dieses Programm überhaupt nicht zu mir passen würde; denn auch meine Familie sieht mich nicht im kaufmännischen Bereich. Zudem beherrschte ich einige Lerninhalte schon. Ich ließ die Katze aus dem Sack und sagte, dass mir diese Art von Schulung nicht allzu viel bringen würde. Jeden Tag insgesamt 80 Kilometer zu fahren, mir selbst alles am Computer unter Aufsicht anzueignen, um in einem kaufmännischen Bereich zu arbeiten, war es mir nicht wert. Glücklicherweise bestätigten meine Großmutter und meine Mutter mich in meiner Entscheidung, so dass ich noch die Meinung meiner besten Freundin einholte. Sie kannte diese Schulung schon, da sie in einem Personalbüro arbeitet und einige Arbeiter dort hin verweist. Sie sagte mir, dass sie mich dort nicht sehen würde, aufgrund meiner Fertigkeiten. Somit war meine Entscheidung getroffen. Ich entschied mich gegen das Arbeitslosengeld 2 und gegen diese Schulung. Wie ich mich damit fühle? Ob ich es nun bereue? Keinesfalls! Meine Entscheidung habe ich für mich persönlich gut getroffen. Deshalb meldete ich mich von diesem Programm ab, auch wenn die Verblüffung der Dame am Telefon zu bemerken war. Ich erklärte ihr wieso, weshalb, warum und widmete mich erneut der Frage, welche Möglichkeiten ich jetzt noch hätte.

Wie überlebe ich ohne Arbeitslosengeld 2 ?

Ich kann mich glücklich schätzen, dass ich so eine Familie habe. Denn diese unterstützt mich auch in dieser Lebenslage. Natürlich fühle ich mich unwohl bei dem Gedanken, dass mein Partner und meine Mutter mich finanziell so unterstützen. Auf der anderen Seite realisiere ich dadurch, wie sehr sie mir beistehen und meine Entscheidungen teilen. Ab und an Babysitte ich und vertreibe Kosmetik von zu Hause. Ja, so finanziere ich mir gerade mein Leben. Es reicht zwar nicht ganz, weshalb ich finanzielle Hilfe von meinem Partner und meiner Mutter einholen muss, jedoch ist das allemal besser für mich als Arbeitslosengeld 2. Ich schreibe Bewerbungen von zu Hause, mach mich nützlich und überdenke meine beruflichen Wünsche; versuche immer noch den geeigneten Beruf für mich zu finden, ohne Abitur. Ja, die Sache mit dem Abitur lässt mich nicht los. Meiner Meinung nach bin ich darauf angewiesen, um mich im Leben komplett abzusichern. Was ist in 10 Jahren? Möchte ich dann vielleicht etwas ganz anderes machen und kann aber nicht, da ich die Hochschulreife brauche?

Ich wollte immer studieren, immer! Für mich gab es nie etwas anderes. Zudem bin ich ein totaler Lernmensch. Ich liebe es zu lernen, habe die Schule so gern gemocht und bin gern zur Schule gegangen. Seit meinem 12. Lebensjahr wusste ich, was ich studieren möchte, Medizin. Auch wenn das alles andere als einfach werden würde, vor allem wenn deine ehemaligen Freunde während der Schulzeit daran zweifelten, dass du das schaffen könntest. Es gab Fächer, in denen meine Noten nicht so gut waren, Noten, die mir meinen Durchschnitt versauten. Schlechte Noten bedingt durch Aufregung und Prüfungsangst. Ja, ich habe Prüfungsangst. Ich schwitze, habe Herzrasen, fange an zu weinen und vergesse den gelernten Stoff.

Lernen? Für mich nie ein Thema gewesen. Manches Mal habe ich 10- 12 Stunden am Tag durchgehend gelernt ohne Probleme. Es hat mir Spaß gemacht. Das Problem war einfach der Prüfungsstress und dass ich in diesem einen Fach Mathe lieber in der Gegend herumgeträumt und gequatscht habe, als die Rechenwege zu hinterfragen. Blöd.

Alles, was ich in die Hände bekommen habe, habe ich förmlich studiert. Bis aufs kleinste Detail. Jedes Wort. Wort für Wort. Weil ich wusste, wie wichtig mir meine schulische Laufbahn war, sah man mich nie auf Hausparties, großen Festen oder irgendetwas, was so ähnlich war. Auch hier habe ich Schulisches von Privatem strikt getrennt. Meine Freunde waren anders, älter, schon mitten in der Ausbildung und beschäftigt mit anderen Dingen. Manches Mal beneidete ich sie. Sie konnten jedes Wochenende eine Diskothek besuchen, mussten sich keine Sorgen um ihre Benzinkosten machen, da sie schon arbeiteten. Deshalb ging ich feiern. Viele, die mich aus der Schule kannten, waren über die Disko-Jamie schockiert. Ich zog mich anders an, verhielt mich anders und so bald die Musik an war, war ich ein anderer Mensch. Ich tanzte meinen verkrampften Ehrgeiz weg, war einfach nur eine junge hübsche Frau in einer Diskothek, die für ein paar Stunden all ihre Sorgen zu Hause ließ. Mensch, das tat gut!

Die Disko-Jamie wurde mir zum Verhängnis. Sie löschte die lernwillige und zielstrebige Jamie für lange Zeit aus und rief psychische Probleme ins Leben. Psychische Probleme, die mich in die Psychiatrie brachten. Viele Monate habe ich dort verbracht. Ein zweiter Einstieg in die schulische Laufbahn gelang mir nicht aufgrund dieser Problematik.

Wie wird meine berufliche Zukunft aussehen?

Ich wäge Tag für Tag ab, was für mich in Frage kommt. Jedoch hab ich bis dato immer noch keinen Plan, der mich so zufrieden stellt, wie mein größter Traum von einem Medizinstudium. Zudem riet meine Therapeutin mir lange Zeit von medizinischen und sozialen Berufen ab, aufgrund meiner Problematik. Als ich jedoch neulich dieses Thema ein weiteres Mal mit ihr besprach, war sie gar nicht mal so davon abgeneigt. Mag sein, dass ich sehr gut aus den Tiefen der psychischen Probleme herausgefunden habe. Genesen kann der Mensch nicht von psychischen Krankheiten, aber er lernt aus der Zeit der Qualen.

Glaubt mir, wenn ich euch sage, dass zu Hause rumzusitzen und sich mit sich selbst auseinanderzusetzen sehr anstrengend sein kann. Die Medikamente begleiten mich in den Alltag. Ohne geht es jetzt noch nicht, vielleicht bald, aber nicht sofort. Leider fällt es mir schwer, mich mit dem Gedanken einer drei jährigen Ausbildung anzufreunden. Zumal ich gar nicht weiß, welchen Ausbildungsberuf ich anstrebe. Ich könnte mir vorstellen, als Justizvollzugsbeamtin zu arbeiten. Den Sporttest werde ich jedoch nicht bestehen. Die Ausbildung zur Physiotherapeutin finde ich unglaublich interessant, nur leider wird sie nicht vergütet und ich müsste jeden Tag rund 50 Minuten einplanen, um meine Ausbildung antreten zu können. Bestatterin wäre auch was. Wie wäre es mal mit einem Praktikum, liebe Jamie? Ohne das werde ich wohl nie erfahren, ob ich mit dem Tod und allen anderen Anforderungen klar komme. Webdesign finde ich spannend, sowie einige IT-Bereiche. Mir macht es Spaß, am Computer rumzutüfteln. Ein Händchen für Journalismus hätte ich bestimmt auch ( man siehe Vinkerbell). Pflegeberufe sind wundervoll, werden total unterschätzt. Mein großes Manko sind nur die dafür zuständigen Pfleger. In meinen Praktika habe ich viele kennengelernt und muss sagen, dass ich über die Hälfte nicht geeignet finde. Die Art mit den Menschen umzugehen, das Gelächter hinter den Rücken der Patienten und die Anforderungen passen mir nicht in den Kram. Nein ernsthaft. Ich bezweifle, dass ich mit so vielen Frauen auf einem Haufen arbeiten kann. Der dort herrschende Stress macht was mit den Schwestern und Pflegern. Einige mutieren zu Monstern. Gruselig. Das Berufsfeld des Erziehers finde ich gut. Kinder und ich, wir verstehen uns. Einige mögen mich sogar. Aber den ganzen Tag mit Kindern? Das ist nichts für Jamie.

Jetzt seht ihr endlich mal, was ich meine. Auf der anderen Seite könnte ich auch mein Abitur per Fernstudium nachmachen, müsste mir nur einen Teilzeit oder Vollzeit Job suchen. Zu gern würde ich meinen Heilpraktiker machen, jedoch kann ich diesen erst machen, wenn ich das 25. Lebensjahr vollendet habe. Ich bin aber dieses Jahr erst 22 geworden. Somit muss ich noch etwas finden, was vielleicht dazu passen könnte und was ich die nächsten drei Jahre noch machen kann. Thema Ernährung finde ich gut, diese Ausbildungsberufe sind nur meist kostenpflichtig und ich müsste umziehen. Bei dem Berufsfeld des Logopäden ist es das Gleiche.

Wie ihr nun unschwer erkennen könnt, gestaltet sich meine berufliche Zukunft als sehr schwierig. Nichtsdestotrotz werde ich mich für ein paar Berufe, die ich jetzt aufgezählt habe, bewerben. Das hier ist ebenfalls Teil meiner Therapie, Entscheidungen treffen nach all dem, was vorgefallen ist. Auf den Zug aufzuspringen, das Beste daraus zu machen und eine Lösung zu finden. Ich bin positiv gestimmt, dass ich mich schon bald festlegen werde. Immerhin bin ich auf dem richtigen Weg.

Meine Lieben, vielen Dank für euer Interesse an diesem Thema. Ich habe mich nun doch gegen eine Trilogie entschieden, weil ich das Thema endlich vom Tisch haben möchte. Es war mir teilweise etwas unangenehm, darüber zu schreiben und meine Problematik offenzulegen. Aus diesem Grund hat es auch so viel Zeit beansprucht, da ich meinen inneren Schweinehund überwinden musste. Yeyy, ich hab es geschafft! Auch wenn dieses Thema für mich teilweise unangenehm war, glaube ich, dass andere hieraus, sowie aus all meinen Blogartikeln positiv als auch negativ profitieren können. Deswegen mache ich all das hier, für euch und natürlich auch für mich. Es ist wie eine stille Therapie. Ich schreibe alles nieder, teile meine Gedanken und Erlebtes mit euch und wir profitieren davon. Da ich glaube, dass diesen Artikel nicht nur „Follower“ (mir fällt gerade kein anderes Wort ein) lesen, sondern auch Menschen, die vielleicht in einer ähnlichen Situation sind, bitte ich euch mir doch von euren Erlebnissen in den Kommentaren zu erzählen.

Die Kommentarfunktion ist euer roter Teppich. Fühlt euch von mir gedrückt und startet gut ins Weekend. Habt’s fein und nehmt euch so an, wie ihr seid.

Eure Vinkerbell/ Jamie


Ein Kommentar

  • Ollinger

    Hallo Liebe Jamie ❤

    Du hast wieder einen wundervollen Beitrag geschrieben! ich finde es toll, wie du mich und die anderen Leute unterhalten tust. Mach einfach weiter so! Du bist ein toller Mensch ❤❤😍

    Liebe Grüße

    Marcel ❤

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.